Mrz 132011
 
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Wir leben auf diesem schönen blauen Planeten ohne uns großartig Gedanken zu machen wie wir mit ihm umgehen.
Wir schrecken kurz auf und sind bestürzt über Erdbeben oder Flutkatastrophen.
Unsere Hilflosigkeit ist groß. Tsunami und Erdbeben können wir nicht verhindern.
Doch da wo wir es können tun wir nichts!
Die Bodenerosion lässt jährlich Milliarden Tonnen fruchtbaren Boden verschwinden.
Doch wider besseres Wissen wird weltweit weiterhin Ackerbau im Industriellen Stil betrieben. Der Boden wird mit Pflügen aufgebrochen und den Naturgewalten ausgesetzt. Wind und Wasser tragen ihn dann fort.
Der Verlust an Fruchtbarkeit kann noch durch industriellen Dünger ausgeglichen werde. Wenn der Boden erst mal weg ist kann man aber nichts mehr anbauen.
Einige Landwirte und Farmer haben die Gefahr erkannt und setzen auf pfluglosen Anbau.
Der Boden wird nie unbedeckt gelassen. Baumreihen bremsen den Wind. Wildhecken am Feldrand bilden einen natürlichen Wall gegen den Wind und geben der Fauna einen Unterschlupf. Sie tragen so zum Erhalt der Artenvielfalt bei.

Doch nicht nur die Erosion des Bodens wird uns gefährlich und sorgt weltweit für zunehmende Hungersnot.
Auch der Anbau von Enrgiepflanzen für alternative Treibstoffe reduziert die Flächen für den Anbau von Nahrungsmittel.
Steigende Lebensmittelpreise und eine Verschärfung der Folgen des Klimawandels sind das Ergebnis.
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=oTSQtAPDpQo]

Mrz 132011
 
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Schnelles Wachstum braucht energiereiches Futter.

Um den Fleischhunger der sogenannten zivilisierten Welt zu stillen reichen die traditionellen Aufzuchtmethoden unserer Vorfahren nicht mehr aus.
Damit die Tiere schnell an Gewicht zulegen benötigt man energiereiches Futter. Viel Energie und Eiweiß ist nur in Getreide vorhanden.

Das Maß der Dinge ist die Futterverwertung. Also wurden Tiere gezüchtet welche mit möglichst wenig Getreide möglichst viel Fleisch produzieren.

Für ein kg Fleisch werden im Durchschnitt ca neun kg Getreide verfüttert.

Ein paar Beispiele:

* 2 bis 3 kg für 1 kg Hähnchen.
* 8 kg Mais für 1 kg Rindfleisch.
* 4 kg für 1 kg Schweinefleisch.

Weltweit werden jährlich ca. 40 Milliarden Hähnchen „produziert“. Dafür werden also mindestens 80 Milliarden kg Getreide verfüttert. Aus dieser Menge hätten auch 80 Milliarden Brot gebacken werden können.

Unter welchen Bedingungen die Mast der Hähnchen größtenteils stattfindet zeigt folgendes Video.

Ein Rind benötigt für ca. 200 kg Fleischzuwachs ca. 1600 kg Getreide.

Schweine sind Allesfresser. Früher hielt man sie wie die Rinder auf den Weiden und sie bekamen zusätzlich Küchenabfälle und landwirtschaftliche Nebenprodukte wie Kleie und Stroh als Futter. Noch 1950 war die Nahrung der Schweine noch fast getreidefrei.
Heute besteht sie überwiegend aus Sojamehl, Weizen und Mais. 2003 wurden rund 670 Millionen Tonnen Getreide in der Fleischmast verfüttert. Das entspricht ungefähr der Hälfte der gesamten Ernte.

Der Getreidehunger der Mastbetriebe treibt die Lebensmittelpreise in schwindelnde Höhen.
Alleine im Jahr 2007 stieg der internationale Preis für Weizen von 200 US-Dollar je Tonne auf ca. 375 US-Dollar.

Um diesen Getreidebedarf, und den der Menschen, zu decken kommt massiv Agrochemie zum Einsatz. Herbizide vernichten Unkraut. Getreidepflanzen werden mittels Gentechnik unempfindlich gegen diese Herbizide. Hoher Düngereinsatz sorgt für beständige Erträge. Zu diesem Dünger zählt Stickstoff,welcher aus Rohöl hergestellt wird. Rund 1% des Stickstoff wird durch Microben im Ackerboden in Lachgas umgewandelt. Bei einer Menge von 80 Millionen Tonnen Stickstoffdünger wird das Lachgas zu einer massiven Belastung des Klimas.

Nicht nur das Lachgas ist ein Problem. Methan aus der Landwirtschaft belastet das Klima ebenso. Methan kommt vor allem aus Rindermägen. Rinder tragen zu 40% zum weltweiten Methanausstoß bei.

Zur Verdeutlichung diese beiden Gase sind schädlicher als Kohlendioxyd. Methan mit dem Faktor 23; Lachgas sogar um den Faktor 296!

Die Weltgesundheitsorganisation berichtete 2006 die Tierhaltung hinterlasse weltweit mehr Treibhausgase als alle PKWs, Lastwagen, Flugzeuge und Schiffe zusammen.
Riesige Güllemengen welche in der Landwirtschaft nicht verwertet werden können und auf Deponien, im Grundwasser, Bächen, Seen und im Meer landen tragen zur Zerstörung des Waldes bei. Sie beschleunigen das Algenwachstum in Gewässern. Die Algen nehmen den Fischen den Sauerstoff und entlassen ihrerseits wieder Treibhausgase. Die Landwirtschaft verschärft also massiv den Klimawandel, und wird sogar eine Gefahr für sich selbst.

Was können wir tun?

Ich persönlich habe meinen Fleischkonsum stark eingeschränkt. Um die industrielle Landwirtschaft und Viehzucht nicht zu fördern kaufe ich was ich kann bei einem regionalen Kleinbauern. Bei ihm laufen die Schweine noch auf der Weide herum, und werden überjährig geschlachtet. Das heisst die Tiere leben wesendlich länger als ihre Genossen in der Zuchtfabrik.
Dadurch ist das Angebot an Fleisch bei diesem Landwirt sehr begrenzt. Und wenn die Sau verkauft ist muss man eben warten bis in 2 Wochen die nächste geschlachtet wird.

Als Verbraucher haben wir die größte Macht etwas zu verändern. Aber solange wir jeden Tag billiges Fleisch essen wollen spielen wir nicht nur mit der Zukunft unserer Kinder. Die Klimarally geht weiter ,und wenn wir nichts tun werden wir es bereits in naher Zukunft bereuen.

Bis zum nächsten Bericht

Herb

Quellen:

http://www.brot-fuer-die-welt.de/ernaehrung/downloads/huhn_final.pdf
http://www.mluv.brandenburg.de/cms/media.php/2320/tzr07_7.pdf
http://www.fleischerhandwerk.de/upload/pdf/Fleischverzehr_2006.pdf
http://www.fao.org/docrep/012/i0680e/i0680e.pdf
http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,878713,00.html
http://www.wbgu.de/wbgu_jg1994.html
http://www.schattenblick.de/infopool/umwelt/redakt/umkl-315.html

 

Mrz 302010
 
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Im Newsletter des Bundestags Heute im Bundestag Nr. 098 wurde heute berichtet es seien zirka 360 Tonnen Amflora-Kartoffeln geerntet worden.
Dies war die Antwort (17/972) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/755).
Weiter berichtet die Bundesregierung die Zahl der auf dem Acker zurückgebliebenen Kartoffeln sei nicht bestimmt worden. ”Nach der Ernte wurden die auf der Fläche zurückgebliebenen und sichtbaren Kartoffelknollen abgesammelt“, schreibt die Regierung. Danach sei eine flache Bodenbearbeitung erfolgt, durch welche die Anzahl der zurückbleibenden Kartoffeln minimiert worden sei. Sämtliche geerntete Kartoffeln seien in eine Kartoffellagerhalle (gentechnische Anlage der Sicherheitsstufe 1) in Bütow transportiert und dort eingelagert worden.

Im Jahr 2009 wurde eine Freisetzung der gentechnisch veränderten Amflora-Kartoffel am Standort Bütow in Mecklenburg-Vorpommern auf einer Fläche von 20 ha (200.000 Quadratmeter) genehmigt.

Kaum zu glauben aber wahr. In einem Land in dem 80% aller Bürger der Gentechnik bei Nahrungsmittel mehr als skeptisch gegenüber steht ist so was Realität. Wie ist es möglich sich so über die Meinung der Bürger hinweg zu setzen und solche Genehmigungen auszusprechen?
Niemand kann beantworten ob die auf dem Feld verbleibenden, gentechnisch veränderten Kartoffel sich nicht selbstständig verbreitet.

Doch es geht weiter

Die Europäische Kommission hat, laut einer Meldung der Ostseezeitung vm 02.03.2010, erneut den Anbau der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora des Chemiekonzerns BASF zu industriellen Zwecken genehmigt. Gleichzeitig ließ die Behörde  in Brüssel die Verwendung der bei der Stärkegewinnung anfallenden Nebenerzeugnisse als Futtermittel zu.

Die Kommission habe alle Zulassungen „äußerst sorgfältig geprüft“, hieß es. „Weitere Verzögerungen wären nicht zu rechtfertigen gewesen“, betonte der neue EU-Gesundheitskommissar John Dalli.

Ungeachtet von Protesten sollen an der Mecklenburgischen Seenplatte bei Bütow (Müritzkreis) auch in diesem Jahr gentechnisch veränderte Amflora-Kartoffeln angebaut werden. Bereits 2009 war der Anbau auf 20 Hektar erlaubt worden. Die Kartoffeln sollen zur Produktion von Stärke in der Papier-, Textilien- oder Klebstofferzeugung genutzt werden.

Neue Konkurrenz beim Anbau von Nahrungsmittel

Erneut geht, wie bei Energiepflanzen, fruchtbarer Boden für die Nahrungsmittelerzeugung verloren.
Multinationale Konzerne drehen weiter an der Preisschraube für Nahrungsmittel.

STOPPT DIE ‘MONSANTOSIERUNG’ VON LEBENSMITTELN, SAATGUT UND TIEREN!

Links

Infodienst Gentechnik

Mrz 102010
 
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Schnelles Wachstum braucht energiereiches Futter.

Um den Fleischhunger der sogenannten zivilisierten Welt zu stillen reichen die traditionellen Aufzuchtmethoden unserer Vorfahren nicht mehr aus.
Damit die Tiere schnell an Gewicht zulegen benötigt man energiereiches Futter. Viel Energie und Eiweiß ist nur in Getreide vorhanden.

Das Maß der Dinge ist die Futterverwertung. Also wurden Tiere gezüchtet welche mit möglichst wenig Getreide möglichst viel Fleisch produzieren.

Für ein kg Fleisch werden im Durchschnitt ca neun kg Getreide verfüttert.

Ein paar Beispiele:

  • 2 bis 3 kg für 1 kg Hähnchen.
  • 8 kg Mais für 1 kg Rindfleisch.
  • 4 kg für 1 kg Schweinefleisch.

Weltweit werden jährlich ca. 40 Milliarden Hähnchen „produziert“. Dafür werden also mindestens 80 Milliarden kg Getreide verfüttert. Aus dieser Menge hätten auch 80 Milliarden Brot gebacken werden können.

Unter welchen Bedingungen die Mast der Hähnchen größtenteils stattfindet zeigt folgendes Video.

Ein Rind benötigt für ca. 200 kg Fleischzuwachs ca. 1600 kg Getreide.

Schweine sind Allesfresser. Früher hielt man sie wie die Rinder auf den Weiden und sie bekamen zusätzlich Küchenabfälle und landwirtschaftliche Nebenprodukte wie Kleie und Stroh als Futter. Noch 1950 war die Nahrung der Schweine noch fast getreidefrei.
Heute besteht sie überwiegend aus Sojamehl, Weizen und Mais. 2003 wurden rund 670 Millionen Tonnen Getreide in der Fleischmast verfüttert. Das entspricht ungefähr der Hälfte der gesamten Ernte.

Der Getreidehunger der Mastbetriebe treibt die Lebensmittelpreise in schwindelnde Höhen.
Alleine im Jahr 2007 stieg der internationale Preis für Weizen von 200 US-Dollar je Tonne auf ca. 375 US-Dollar.

Um diesen Getreidebedarf, und den der Menschen, zu decken kommt massiv Agrochemie zum Einsatz. Herbizide vernichten Unkraut. Getreidepflanzen werden mittels Gentechnik unempfindlich gegen diese Herbizide. Hoher Düngereinsatz sorgt für beständige Erträge. Zu diesem Dünger zählt Stickstoff,welcher aus Rohöl hergestellt wird. Rund 1% des Stickstoff wird durch Microben im Ackerboden in Lachgas umgewandelt. Bei einer Menge von 80 Millionen Tonnen Stickstoffdünger wird das Lachgas zu einer massiven Belastung des Klimas.

Nicht nur das Lachgas ist ein Problem. Methan aus der Landwirtschaft belastet das Klima ebenso. Methan kommt vor allem aus Rindermägen. Rinder tragen zu 40% zum weltweiten Methanausstoß bei.

Zur Verdeutlichung diese beiden Gase sind schädlicher als Kohlendioxyd. Methan mit dem Faktor 23; Lachgas sogar um den Faktor 296!

Die Weltgesundheitsorganisation berichtete 2006 die Tierhaltung hinterlasse weltweit mehr Treibhausgase als alle PKWs, Lastwagen, Flugzeuge und Schiffe zusammen.
Riesige Güllemengen welche in der Landwirtschaft nicht verwertet werden können und auf Deponien, im Grundwasser, Bächen, Seen und im Meer landen tragen zur Zerstörung des Waldes bei. Sie beschleunigen das Algenwachstum in Gewässern. Die Algen nehmen den Fischen den Sauerstoff und entlassen ihrerseits wieder Treibhausgase. Die Landwirtschaft verschärft also massiv den Klimawandel, und wird sogar eine Gefahr für sich selbst.

Was können wir tun?

Ich persönlich habe meinen Fleischkonsum stark eingeschränkt. Um die industrielle Landwirtschaft und Viehzucht nicht zu fördern kaufe ich was ich kann bei einem regionalen Kleinbauern. Bei ihm laufen die Schweine noch auf der Weide herum, und werden überjährig geschlachtet. Das heisst die Tiere leben wesendlich länger als ihre Genossen in der Zuchtfabrik.
Dadurch ist das Angebot an Fleisch bei diesem Landwirt sehr begrenzt. Und wenn die Sau verkauft ist muss man eben warten bis in 2 Wochen die nächste geschlachtet wird.

Als Verbraucher haben wir die größte Macht etwas zu verändern. Aber solange wir jeden Tag billiges Fleisch essen wollen spielen wir nicht nur mit der Zukunft unserer Kinder. Die Klimarally geht weiter ,und wenn wir nichts tun werden wir es bereits in naher Zukunft bereuen.

Bis zum nächsten Bericht

Herb

Quellen:

http://www.brot-fuer-die-welt.de/ernaehrung/downloads/huhn_final.pdf
http://www.mluv.brandenburg.de/cms/media.php/2320/tzr07_7.pdf
http://www.fleischerhandwerk.de/upload/pdf/Fleischverzehr_2006.pdf
http://www.fao.org/docrep/012/i0680e/i0680e.pdf
http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,878713,00.html
http://www.wbgu.de/wbgu_jg1994.html
http://www.schattenblick.de/infopool/umwelt/redakt/umkl-315.html

Jan 252010
 
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Wir leben auf diesem schönen blauen Planeten ohne uns großartig Gedanken zu machen wie wir mit ihm umgehen.
Wir schrecken kurz auf und sind bestürzt über Erdbeben oder Flutkatastrophen.
Unsere Hilflosigkeit ist groß. Tsunami und Erdbeben können wir nicht verhindern.
Doch da wo wir es können tun wir nichts!
Die Bodenerosion lässt jährlich Milliarden Tonnen fruchtbaren Boden verschwinden.
Doch wider besseres Wissen wird weltweit weiterhin Ackerbau im Industriellen Stil betrieben. Der Boden wird mit Pflügen aufgebrochen und den Naturgewalten ausgesetzt. Wind und Wasser tragen ihn dann fort.
Der Verlust an Fruchtbarkeit kann noch durch industriellen Dünger ausgeglichen werde. Wenn der Boden erst mal weg ist kann man aber nichts mehr anbauen.
Einige Landwirte und Farmer haben die Gefahr erkannt und setzen auf pfluglosen Anbau.
Der Boden wird nie unbedeckt gelassen. Baumreihen bremsen den Wind. Wildhecken am Feldrand bilden einen natürlichen Wall gegen den Wind und geben der Fauna einen Unterschlupf. Sie tragen so zum Erhalt der Artenvielfalt bei.

Doch nicht nur die Erosion des Bodens wird uns gefährlich und sorgt weltweit für zunehmende Hungersnot.
Auch der Anbau von Enrgiepflanzen für alternative Treibstoffe reduziert die Flächen für den Anbau von Nahrungsmittel.
Steigende Lebensmittelpreise und eine Verschärfung der Folgen des Klimawandels sind das Ergebnis.
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=oTSQtAPDpQo]