Mrz 302010
 
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Im Newsletter des Bundestags Heute im Bundestag Nr. 098 wurde heute berichtet es seien zirka 360 Tonnen Amflora-Kartoffeln geerntet worden.
Dies war die Antwort (17/972) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/755).
Weiter berichtet die Bundesregierung die Zahl der auf dem Acker zurückgebliebenen Kartoffeln sei nicht bestimmt worden. ”Nach der Ernte wurden die auf der Fläche zurückgebliebenen und sichtbaren Kartoffelknollen abgesammelt“, schreibt die Regierung. Danach sei eine flache Bodenbearbeitung erfolgt, durch welche die Anzahl der zurückbleibenden Kartoffeln minimiert worden sei. Sämtliche geerntete Kartoffeln seien in eine Kartoffellagerhalle (gentechnische Anlage der Sicherheitsstufe 1) in Bütow transportiert und dort eingelagert worden.

Im Jahr 2009 wurde eine Freisetzung der gentechnisch veränderten Amflora-Kartoffel am Standort Bütow in Mecklenburg-Vorpommern auf einer Fläche von 20 ha (200.000 Quadratmeter) genehmigt.

Kaum zu glauben aber wahr. In einem Land in dem 80% aller Bürger der Gentechnik bei Nahrungsmittel mehr als skeptisch gegenüber steht ist so was Realität. Wie ist es möglich sich so über die Meinung der Bürger hinweg zu setzen und solche Genehmigungen auszusprechen?
Niemand kann beantworten ob die auf dem Feld verbleibenden, gentechnisch veränderten Kartoffel sich nicht selbstständig verbreitet.

Doch es geht weiter

Die Europäische Kommission hat, laut einer Meldung der Ostseezeitung vm 02.03.2010, erneut den Anbau der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora des Chemiekonzerns BASF zu industriellen Zwecken genehmigt. Gleichzeitig ließ die Behörde  in Brüssel die Verwendung der bei der Stärkegewinnung anfallenden Nebenerzeugnisse als Futtermittel zu.

Die Kommission habe alle Zulassungen „äußerst sorgfältig geprüft“, hieß es. „Weitere Verzögerungen wären nicht zu rechtfertigen gewesen“, betonte der neue EU-Gesundheitskommissar John Dalli.

Ungeachtet von Protesten sollen an der Mecklenburgischen Seenplatte bei Bütow (Müritzkreis) auch in diesem Jahr gentechnisch veränderte Amflora-Kartoffeln angebaut werden. Bereits 2009 war der Anbau auf 20 Hektar erlaubt worden. Die Kartoffeln sollen zur Produktion von Stärke in der Papier-, Textilien- oder Klebstofferzeugung genutzt werden.

Neue Konkurrenz beim Anbau von Nahrungsmittel

Erneut geht, wie bei Energiepflanzen, fruchtbarer Boden für die Nahrungsmittelerzeugung verloren.
Multinationale Konzerne drehen weiter an der Preisschraube für Nahrungsmittel.

STOPPT DIE ‘MONSANTOSIERUNG’ VON LEBENSMITTELN, SAATGUT UND TIEREN!

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Infodienst Gentechnik